Naturfarm Rhodos - Urlaub beim Selbstversorger

Im Urlaub auf Rhodos die Vorteile der Selbstversorgung erkennen oder einfach nur genießen

Naturfarm Rhodos - Urlaub beim Selbstversorger

2019 – SELBSTVERSORGUNG VERBESSERN

Die vielen Gäste haben uns 2018 in Lieferengpässe bei der Verpflegung gebracht. 85 % der Gäste haben unsere Vollverpflegung gebucht. Dazu kam, daß mein Freund und Nachbar Dimitri sich nun doch zur Ruhe setzen wird und ich auf Ernte aus seinen Anbau nicht mehr zugreifen kann. Der Fleischbedarf war durch die aktivierte Brutmaschine gesichert, aber unsere Gäste waren schon mehr vegetarisch ausgerichtet. Der Ackerbau mußte erhöht und verbessert werden und das, obwohl meine Ackerfläche um fast ein Drittel kleiner geworden war. Das Tiergehege war zu klein geworden für die vielen neuen Tiere aus der Brutmaschine. Um meine Tiere immer noch völlig frei laufend nennen zu können, wurde der gesamte hintere Teil der Farm mit etwa 300 m² zum Tiergehege.

Also mußte ich die freigewordene Fläche von Dimitri selber nutzen. Zuerst wurden die etwa 500 m² entlang des Zaune außerhalb nutzbar gemacht für alle Rankpflanzen wie Kürbis, Melonen, Zucchini, Gurken und die am Zaun rankenden Bohnen und die Bittermelone für unsere Diabetes Gäste in 5 Meter Breite genutzt. Damit war viel Fläche in der Farm gewonnen für die Einzelplatz Pflanzen wie Tomate, Paprika, Obergine, Zwiebeln, Schoten, alle Kohlsorten. Im Tiergehege konnten wir Okra Schoten und Kartoffeln anbauen, die picken die Tiere nicht gleich.

Ein weiteres Problem war die Wasserversorgung unter der Sonne von Rhodos. Ich hatte inzwischen den gesamten Acker mit einem Bewässerungssystem ausgebaut. Ein 70 Meter langes 50 mm Hauptrohr ging von der Pumpe durch die gesamte Farm und zu jeder der eingeteilten 6 Ackerflächen ging ein 40 mm Rohr nach links oder rechts ab. An diesem Rohr wurden alle 30 – 4o cm ein Ventil 25 mm installiert. Von diesen Ventilen wurden mit einer Hacke 20 x 20 cm ein Graben von 4-8 m gezogen, der dann beim täglichen Giesen voll lief. Diese Graben Bewässerung hatte ich mir von Dimitri abgeschaut und mit eigene Brunnen finanziell vertretbar. Von April bis November flossen täglich etwa 10.000 Liter Wasser auf den Acker. Zwar brachte die große Pumpe fast 200 Liter / Minute, aber nach gut 2 Minuten war der Brunnen leer gepumpt und brauchte weiter 2 Minuten um sich wieder zu füllen. Der gesamte Gießvorgang dauert fast 2 Stunden 60 min. Gießen und 60 min. Füllen Und gießen muß man hier abends und das ist die Zeit des Dinners und ich bin hier der Koch. Das bedeutet 2 Stunden Dauerlauf, zum einen auf fast 100 m Länge ständig hin und herlaufen um die Ventile zu schließen und andere zu öffnen und dazwischen in die Küche. Hier mußte was geändert werden.

Die Lösung war Einzelplatz Bewässerung. Auf Acker 1 habe ich dann Anfang 2019 begonnen, an die Ventile für den Graben ein 18 mm Schlauch anzuschließen und alle 40 cm ein Loch gebohrt. Die Gräben wurden zugeschüttet und es blieb ein Loch alle 40 cm. Das war schon alles, aber im Schnitt habe ich über 1500 Pflanzen auf dem Acker, also eine Weile wird es dauern. Der Erfolg war aber groß, der Wasser Verbrauch sank um 80 % und genau so auch die Gießzeit. Ein weiterer Guter Effekt stellt sich bald heraus. Das Unkraut reduzierte sich genau so stark, da die bewässerte Fläche natürlich wesentlich geringer war.

„Leider“ mußte ich Ende Februar diese Umstellung erst einmal einstellen. Zum einen hatte eine Anglergruppe die ersten beiden Märzwochen gebucht und wir waren voll beschäftigt und dann hatten wir eine ab Mitte März eine Regenwelle bis Ende April. Wir waren überrascht, wieviel Camper sich auf der Insel rumtrieben. Ständig kamen völlig durchnässte Urlauber und fragten nach einer trockenen Unterkunft. So waren wir so früh unerwartet ausgebucht, bis die Ostergäste kamen.

2019 wurde dann das Urlauber stärkste Jahr und meine Einzelplatz Bewässerung war nach etwa 25% der Fläche erst mal beendet.

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