Naturfarm Rhodos - Urlaub beim Selbstversorger

Im Urlaub auf Rhodos die Vorteile der Selbstversorgung erkennen oder einfach nur genießen

Naturfarm Rhodos - Urlaub beim Selbstversorger

Wie alles begann? – Die Ersten Jahre 2016 -2020

2015 – Das Ende der Ära Türkei

Wir lebten noch auf der Halbinsel Bodrum in der Türkei seit 2005. Es war der bekannte Aussteigerweg. Mit 52 Jahren die Firma verkauft und ins südliche Ausland abgesetzt. Ein kleines Motorboot gekauft, Angeln gehen und auf die Rente warten. Der Traum eines jeden Aussteigers.

Dann kamen die ersten alten Freunde, um zu sehe, wie es uns so geht. Boot fahren war ja ganz schön aber wo sollten die Freunde schlafen. Freunde brachten Freund mit und so mieteten wir ein Haus nach dem anderen günstig für ein ganzes Jahr, um sie alle zu Wochen Höchstpreisen weiter zu vermieten. Kaufen war möglich, aber auf Tagesgeld bekam man 16% Zinsen und der Mietpreis betrug fürs Jahr 4% vom Kaufpreis. Ich hatte ja auch nichts anderes in meiner neuen Heimat BRD gelernt; als Baumaschinenhändler leaste ich langfristig Baumaschinen günstig an, um sie wochenweise für Höchstpreis weiter zu vermieten. 2010 waren es dann 5 Häuser und inzwischen auch 3 Motorboote. Bis 2015 entwickelten wir uns auf der damals weltgrößten Plattform für Ferienhäuser HOMEAWAY zum besten Vermieter von 22.000 angebotenen Ferienhäusern in der Türkei nach der Referenzliste von HOMEAWAY, deutschsprachig FEWO-direkt. Bereits ab 2013 waren wir sogar im Winter fast ausgebucht. Wir boten ein Programm zum Abnehmen und gesunder Ernährung in Verbindung mit einer sehr günstigen Langzeitmiete an. Hier entstanden die ersten Gedanken zur Selbstversorgung von uns selbst und unseren Gästen.

Sicher spielten unsere vielen Bewertungen eine Rolle, die wir durch die fast ganzjährige Vermietung erhielten und guten Bewertungen für unseren umfangreichen Service; Flughafentransfer, 1 Mietwagen, 1 Mietroller, 4 Mietfahrräder und für die 5 Häuser immer ein Boot kostenlos, in das sich die Gäste selbstständig teilten.

Doch dann kam das Jahr 2015. Sie erinnern sich noch an die 1 Million Flüchtlinge? Unser kleines Dorf Akyarlar auf der Bodrum Halbinsel liegt nur 5 Km von der griechischen Insel KOS entfernt. Heute spricht man nur noch über Lesbos, doch dort sind es 10 km bis zur Türkei. Viele Nächte haben wir mit unseren Gästen bis zum Morgengrauen auf der Terrasse gesessen (man konnte die Autos auf KOS fahren sehen) und die Schlauchboote bei Mondschein gezählt; es waren bis zu 50 pro Nacht. Eine Hochrechnung ergab etwa 200.000 Flüchtlinge, die durch unser kleines Dorf zogen.

Da mußte es zu Problemen kommen. Ab Oktober waren die Schlauchboote auf Bodrum ausverkauft. In einer Nacht wurden unsere 3 Boote geklaut. Das gesamte Tourismus Klima in der Türkei lag am Boden. Niemand wollte 2016 Urlaub in der Türkei machen. Waren wir sonst zu Weihnachten zu 50% ausgebucht, hatten wir im Dezember 2015 noch nicht einmal ein Anfrage. Und das blieb bis Februar so, wo wir sonst zu 80% ausgebuct waren. Dazu kam eine drastische Verschlimmerung des politischen Klimas. Die Maßnahmen der türkischen Regierung wurden denen in der DDR immer ähnlicher. Es war Zeit zu gehen für einen Kenner für das Entstehen von Diktaturen.

Auf KOS herrschte Chaos im Februar 2016 und so besuchte ich Freunde auf Rhodos, um ein geeignetes Objekt für ein Farm für die Selbstversorgung zu finden. mit etwas Glück hoffte ich ein idyllisches Plätzchen zu finden mit ausreichen Ackerland möglichst am Meer und der Möglichkeit wieder Urlauber begrüßen zu können.

Und wir hatten Glück. Wir fanden das Paradies auf Erden. Der Geburtsname meiner Frau ist Gökcan. Gökcan nennt man in der Türkei den Garten Eden auf Erden.

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